Der Regent (4)

Das Spektakel war vorbei. Vom Regenten war nichts übrig geblieben. Die Macht der Feuerklinge hat ihn vollends vernichtet, doch auch Nair-Das Körper war verglüht. Vor Trabins Füßen lag die Feuerklinge und leuchtete schwach. Trabin spürte die Hand seiner Schwester auf seiner Schulter. „Es ist vorbei, Trabin!“ Er hatte eine dicken Kloß im Hals. Tränen standen ihm in den Augen. „Ich weiß, aber warum mußte Nair-Da sterben?“ „Er… er wollte es so!“ „Nein, er mußte es tun, weil ich zu schwach war!“ Trabin drückte seine Schwester fest an sich. Ein dumpfes Grollen durchbrach die Stille und der Boden unter ihren Füßen begann zu beben. „Trabin, Acnari, wir haben jetzt keine Zeit dafür!“ unterbrach Danair die beiden. „Kommt! Ich glaube dieses ganze Felsgebilde ist am Einstürzen!“ Danair packte Acnari an der Hand und zog sie hinter sich her. „Wir müssen hier raus!“ „Trabin!“ Langsam griff Trabin nach der Feuerklinge und folgte den anderen, die hektisch durch das riesige Gewölbe eilten. Hier entlang, rief Nachistir. Der Poco deutete auf einen Gang, der aus dem Gewölbe herausführte. Sie erreichten den Gang gerade noch, als die Decke des Gewölbes donnern einstürzte. „Los doch!“ brüllte der Zwerg und schob Acnari vor sich her. Dann packte er Trabin und schob ihn ebenfalls nach vorn. „Jetzt beeilt euch doch!“ Eilig rannten sie dem Gang entlang, von dessen Decke kleine Felsbrocken herabstürzten. Ihre Lungen brannten und waren völlig außer Atem. Phochrist schleppte den halb bewußtlosen Smaruk hinter sich her und wäre mehrmals fast zusammengebrochen.  „Hier ist Licht, hier scheint es nach draußen zu gehen!“ rief der Poco dann endlich. Mit seinem Barbarenschwert hämmerte er gegen das lockere Felsgestein und bahnte sich so einen weg aus dem Felsgewölbe, das nun immer stärker bebte. Nachistir hatte er geschafft und zog dann Smaruk nach draußen. Er legte sich den Magrolin über die Schulter und entfernte sich rasch von dem einstürzenden Felsmassiv. Nach ihm kletterte Phochrist, dann Aki und schließlich Acnari nach draußen. Als Trabin nach draußen klettern wollte, brach ein großer Felsbrocken von der Decke herab und versperrte ihm den Weg. Danair keuchte heran und hebelte den Felsen mit seiner Axt zur Seite. Trabin preßte seinen Körper durch die enge Öffnung und stolperte nach draußen, als hinter Danair der Gang einstürzte. „Schnell Danair, komm’!“ Trabin reichte dem Zwerg die Hand durch die Öffnung und versuchte ihn herauszuziehen, doch Danair schaffte es nicht, durch die Öffnung ihm Gestein zu kommen. „Ich…schaffe es nicht… Trabin!“ „Doch, Danair, du mußt es schaffen, komm’ schon! Nimm’ all’ deine Kraft zusammen, dann…“ Nachistir war inzwischen noch einmal herbei geeilt und versuchte zu helfen. Zusammen bemühten sich Trabin und der kräftige Poco den Weg für den Zwergen frei zu machen, doch Phochrist schrie ihnen eine Warnung zu. „Vorsicht! Ein Felsen!“ Ein massiver Felsbrocken donnerte über den beiden herab. Phochrists Warnung erreichte sie gerade noch rechtzeitig. Der Poco packte Trabin und zog ihn zur Seite. Sie verloren den Halt und stürzten zu Boden. Als der Felsen aufschlug stürzte der Felsgang ein… „Danair!“ schrie Acnari entsetzt auf. Dann brach die Heilerin in Tränen aus.

Published in: on 25. Januar 2012 at 07:15  Hinterlasse einen Kommentar  

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